Straftaten durch traumatisierte Kriegsveteranen in Russland
Montag, 14.09.2026
Auf n-tv gibt es einen interessanten Artikel über traumatisierte Rückkehrer vom Ukraine-Krieg nach Russland. Der Artikel reiht sich ein in die Propaganda, die auf n-tv gegen Russland gefahren wird. Aber die darin genannten Fakten und Zahlen lassen nur einen Schluss zu: Kämpfen lohnt sich nicht, egal wofür.
Der Artikel beginnt mit dem Bericht über ein Video, das auf Youtube verfügbar gewesen sein soll. In dem Video beschwört ein Veteran des Kriegs die jungen Männer, sich nicht auf einen Fronteinsatz einzulassen. Danach kommen ein paar Fakten, die wohl in Russland veröffentlicht wurden, die ich jetzt auf die Schnelle nicht überprüfen kann. Aber das ist auch gar nicht so wichtig.
Wichtig ist die Tatsache, die uns allen eigentlich bekannt sein müsste, nämlich, wenn wir uns die Folgen des zweiten Weltkriegs in Deutschland ansehen: Traumatisierte und von Erlebnissen an der Front abgestumpfte Menschen begingen zahllose Akte sinnloser Gewalt.
Das gilt natürlich auch für die gegenwärtigen Kriege. So berichtet n-tv über Russland:
Das Exilmedium "Werstka" zählte anhand von Gerichtsakten allein in den ersten drei Kriegsjahren 754 Opfer von Gewalttaten heimgekehrter Kämpfer, darunter 378 Getötete. Die "Nowaja Gaseta" kam auf rund 8000 verurteilte Kriegsteilnehmer seit 2022
ein Teil davon vorbestrafte Männer, die das Straflager gegen den Schützengraben getauscht haben sollen.
Unter den rund 900 Urteilen wegen schwerer Körperverletzung, Totschlags oder Mordes traf die tödliche Gewalt in 52 Fällen die eigene Familie - Frau, Mutter, Schwester oder Kind.
Und das sei erst der Anfang, weil von 700.000 Männern an der Front bislang (September 2025) erst 137.000 zurückgekehrt seien. Das Problem dürfte sich also mindestens verfünffachen.
Es gibt jetzt keine entsprechenden Zahlen aus der Ukraine, aber wir können davon ausgehen, dass es dort nicht besser aussieht.
Das von n-tv zitierte Video enthält dann auch eine ganz klare Botschaft an alle, die meinen, das postheroische Zeitalter in Deutschland solle beendet werden und die jungen Männer sollten doch endlich wieder mal etwas für die Gesellschaft tun, indem sie Militärdienst leisten um sich bereit dafür zu machen, für unsere Sicherheit zu kämpfen.1
Wiktor Stepanow, Veteran der sogenannten Spezialmilitäroperation, sitzt da und versteht nicht mehr, wofür er gekämpft hat. [...] Die Gesellschaft brauche ihn nicht. Wer verletzt werde, sei danach niemandem mehr wichtig. Für steigende Benzinpreise und ein unerträgliches Leben sei er an die Front gegangen - und stehe nun mit leeren Händen da.
Das, meine lieben Helden von morgen, wird der Lohn für Euren Einsatz sein!
So viel steht heute schon fest: Man muss kein Freund Russlands oder der russischen Aktivitäten auf ukrainischem Boden sein, um feststellen zu können, dass es nichts gibt, wofür sich dieses fortgesetzte Leiden lohnt; zuzüglich der Verluste in der Zivilbevölkerung, der Umweltschäden durch brennende Infrastruktur, der Zerstörung der Wirtschaft und dergleichen mehr.
Und das gilt explizit für beide Seiten der Auseinandersetzung und als Appell an diejenigen, die aus scheinbar sicherer Entfernung das Geschehen anfachen, statt mitzuhelfen, es zu beenden.